home

Die Laufstrecken wurden nach verkehrstechnischen Gesichtspunkten wie folgt aufgeteilt:

1. von Sarajevo nach Tuzla 28.7. – 4.8.2014 (8 Lauftage)

2. von Tuzla nach Zagreb 6.8. – 14.8.2014 (9 Lauftage)

3. von Zagreb nach Villach 15.8. – 21.8.2014 (7 Lauftage)

4. von Villach nach Salzburg 22.8.- 25.8.2014 (4 Lauftage)

5. von Salzburg nach Konstanz 26.8. – 1.9.2014 (7 Lauftage)

6. von Konstanz nach Straßburg 2.9. – 8.9.2014 (6 Lauftage)

7. von Straßburg nach Luxemburg 9.9. – 14.9.2014 (6 Lauftage)

8. von Luxemburg nach Aachen 15.9. – 21.9.2014 (7 Lauftage)

 

Ganz bewusst verläuft die Strecke von Sarajevo nach Osten, also von Bosnien-Herzegowina nach Serbien, und verbindet damit ehemalige Kriegsgegner. Gerade hier soll der Friedenslauf ein Zeichen der Versöhnung setzen, besonders wenn auf diesen Etappen im Grenzgebiet an der Drina gemeinsam Jugendliche aus Bosnien-Herzegowina und aus Serbien die Friedensflamme tragen. Der Fluss Drina war in den vergangenen Jahrhunderten ein oft umkämpftes Grenzgebiet, so dass er im Bewusstsein der Bevölkerung als Kriegsschauplatz tief verankert ist. Besonders in diesen Grenzorten zwischen Bosnien-Herzegowina und Serbien ist die Friedensflamme als Symbol ein wichtiger Hoffnungsträger.

Von Sarajevo soll der Lauf also nach Osten mit dem Ziel Visegrad gehen. Dort wird die Grenze nach Serbien überschritten, und es werden die serbischen Orte Uzice, Bele vode, Dubci und Bajina basta durchlaufen. Nach dem erneuten Grenzübergang zurück nach Bosnien-Herzegowina geht der Streckenverlauf weiter nach Srebrenica, um dort der Opfer des Massakers zu gedenken. Versöhnung und aktive Trauerarbeit dürfen sich nicht ausschließen, ein Aspekt, der gerade an der Grenze zwischen Bosnien-Herzegowina und Serbien von entscheidender Bedeutung ist.

Von Srebrenica geht es weiter zu der bosnischen Stadt Zvornik, wo wiederum die Grenze nach Serbien auf der Brücke über die Drina überschritten wird. Über Mali Zvornik und Banja Koviljaca verläuft die Strecke nach Loznica. Dort wollen wir eine Delegation aus Zrenjanin, unserer serbischen Bina-Mira-Partnerstadt, treffen. Eigentlich sollten alle Städte, in denen Partner des Bina-Mira-Projektes zu Hause sind, auf dem Friedenslauf angelaufen werden. Da jedoch Zrenjanin sehr weit im Norden Serbiens liegt, hoffen wir, dass uns unsere Freundinnen und Freunde der Gruppe Cekom aus Zrenjanin entgegenkommen und wir uns in Loznica treffen.

Von Loznica geht es wieder zurück über die Drina nach Bosnien-Herzegowina und dann nach Tuzla, der Stadt, in der das Bina-Mira-Projekt entstanden ist. Dort treffen wir unsere langjährige Partnergruppe Mladi Tuzle.

Von Tuzla geht es dann in nördlicher Richtung auf die kroatische Grenze zu in den bosnischen Ort Odžak, wo 2013 das Bina-Mira-Treffen stattgefunden hat.

Von Odžak verläuft die Strecke dann nach Banja Luka. Dort treffen wir unsere Partnergruppe DIS-Theater, die 2012 das große Friedenstheater-Festival in Banja Luka durchgeführt hat.

Wir verlassen dann auf dem Weg nach Zagreb Bosnien-Herzegowina und laufen nach Kroatien, dem ersten Balkanland auf unserem Friedenslauf, das bereits der EU angehört. Dort machen wir in der kroatischen Hauptstadt Zagreb Station.

Von dort aus geht es nur noch durch EU-Länder, als nächstes nach Slowenien in dessen Hauptstadt Ljubljana.

Die nächsten größeren Etappen nennen wir im Zeitraffer: Tarvisio in Italien, über Villach nach Salzburg in Österreich, von dort über Isny, Friedrichshafen in die Schweiz, also keinem EU-Land, nach Konstanz am Bodensee. Von dort laufen wir über Schaffhausen, Laufenburg, Weil, Freiburg nach Strasbourg, Tagungsort des Europäischen Parlaments. Die nächsten Etappen sind Saverne und Verdun. Danach geht es nach Luxemburg, Sitz verschiedener Institutionen des Europäischen Parlaments, und weiter nach St. Vith.

Über Maastricht kommen wir nach Aachen, wo am 21.9.2014, dem Weltfriedenstag der UNO, im Rahmen einer feierlichen Zeremonie die Friedensflamme übergeben wird und das 6. europäische Friedentheaterfestival Bina Mira eröffnet wird.