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Freitag, 6. November

Heute habe ich mich schon um 5:30 am Morgen aus dem Bett gerollt und meine Filmsachen sowie meine Schwester ins Auto gepackt. Dann ging es ab zu einem Gemeindehaus, welches sich für solche Dreharbeiten gut eignet. Nachdem wir noch beim Bäcker Brötchen für unsere beiden Filmstars gekauft hatten und ich alles für den Dreh aufgebaut hatte, konnte es los gehen. Die noch etwas müden Flüchtlinge Mohammed und Rami bereiteten sich auf ihren Auftritt vor, wobei das Übersetzen der Berufs- und Studienbezeichnungen trotz Internet wohl die größte Herausforderung darstellte.

Nach 3,5 Stunden Übersetzen und Filmen, hatte ich dann die auf Englisch gesprochenen Berichte im Kasten. Dankenswerter Weise habe ich von der Schule für die Dreharbeiten eine Beurlaubung für die ersten Stunden erhalten. Mohammed und Rami wurden heute morgen nämlich zur Registrierung gefahren. Es ist fragwürdig ob ich die beiden noch einmal wiedersehe. Ich werde die beiden Interviews jetzt bearbeiten und dann versuchen noch 2-3 weitere Flüchtlinge zu finden, die bereit sind von ihren Erlebnissen zu berichten.

Christoph

Dienstag, 3. November

Vor einiger Zeit besuchte ein Mitarbeiter der Bundespolizei meine Schule und informierte meine Jahrgangsstufe über die aktuelle Flüchtlingssituation. In dem Vortrag wurde von Schicksalen einzelner Flüchtlinge berichtet. Diese teilweise erschreckenden Erzählungen blieben bei mir besonders hängen, weil mir plötzlich bewusst wurde, wie viel diese Menschen (häufig in meinem Alter) durchmachen mussten in der Hoffnung auf ein lebenswertes Dasein.

In den folgenden Tagen kam mir die Idee, diese Schicksale authentischer zu beleuchten und Flüchtenden eine Chance geben, zu berichten was sie durchgemacht haben.

Da ich ein begeisterter Filmemacher bin, lag es nahe meine Idee in eben diesem Medium umzusetzen. Während meiner Überlegungen begann meine Schwester sich in einem nahe gelegenen Flüchtlingsheim täglich zu engagieren.

So entstand der Kontakt zu 'Lauftreff Beverau' und 'Flame for peace', die regelmäßig mit Flüchtlingen joggen gehen. Dort habe ich unter anderem die beiden ersten Flüchtlinge getroffen, die ich in den naher Zukunft interviewen werde.

Durch Helmut, den Initiator der Laufaktion, kam ich zudem an eine von Nvidia gesponsorte Grafikkarte, ohne die ich bei der Videobearbeitung des ganzen Projekts ziemlich aufgeschmissen wäre. Gut vorbereitet kann ich mich jetzt also in die Dreharbeiten stürzen.

Christoph (Christoph Reichert, Aachen)

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